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Wertvoller Hafer

Oft stand ich verunsichert bei den Getreiden und habe mich gefragt, ob ich Hafer für Louisa kaufen darf oder nicht. Die Antwort lautet Ja und Nein - hier die Aufklärung:

Alle Getreidesorten gehören zur Familie der Süßgräser, die wiederum in Unterfamilien eingeteilt werden. Weizen, Gerste, Roggen und Hafer gehören alle zur selben Unterfamilie, der Pooideae. Da Hafer aber zu einem anderen Stamm gehört als Weizen, unterscheiden sich auch seine Speichereiweiße.


Das Eiweiß von Weizen, Roggen und Gerste ist das Gluten, das wiederum unterteilt werden kann in Gluteline und Prolamine (mehr dazu siehe Abbildung).


Das Prolamin, das beim Weizen als Gliadin bezeichnet wird (man kennt es von der Antikörper-Messung im Blut), heißt beim Hafer Avenin und unterscheidet sich von den Eiweißen der glutenhaltigen Getreidesorten.

Somit gilt Hafer, genauso wie Reis, Mais, Sorghum und Teff als von Natur aus glutenfrei. Es besteht aber immer die Gefahr, daß er beim Anbau (wenn das Feld zuvor mit glutenhaltigem Getreide bewachsen war), der Ernte (gleicher Mähdrescher wie beim Weizen) oder Verarbeitung (Mühlen, die auch Weizen vermahlen) verunreinigt wird, daher sollte man hier darauf achten, nur Produkte mit dem gesetzlich geschützten Glutenfrei-Zeichen zu kaufen.



Louisa bekommt ab und zu Hafermüsli und Haferbrot und verträgt es gut. Wir sind auch mit dem Hafermehl von Bauckhof sehr zufrieden (www.bauckhof.de - gibts in Wien in Reformläden).


Denn Hafer ist gerade für Zöliakie-Betroffene ein besonders wertvolles Getreide. Neben Biotin, B1, B6, Magnesium und Silizium enthält Hafer auch Eisen. 40 Gramm Hafer liefern immerhin 2,4mg Eisen, ein Wert, der auch von Fleisch schwierig zu übertreffen ist. Weiters enthalten 40 Gramm Hafer noch 4 Gramm Ballaststoffe, die wichtig sind, um Blutfett- und Cholesterinwerte zu senken, und somit Herzinfarkt und Arteriosklerose vorzubeugen. Das ebenfalls in Hafer (vor allem in Haferkleie) enthaltene Beta-Glucan ist dafür bekannt, Entzündungen im Körper entgegenzuwirken.



ACHTUNG: Einige Zöliakiepatienten vertragen Hafer dennoch nicht - warum weiß man aufgrund mangelnder Studien nicht. Geraten wird daher, die Menge bei Kindern auf maximal 20gr pro Tag, bei Erwachsenen maximal 50-70gr/Tag zu beschränken sowie auf eine sorgfältige Verlaufskontrolle zu achten!

(siehe unten die Stellungnahme der DZG*)



Und wer schon einmal in Schottland oder England war, hat dort sicher den berühmten Porridge auf der Speisekarte entdeckt. Aber auch bei uns wird der Haferbrei zum Frühstück immer beliebter. Gerade für Kinder ideal, warm, sättigend, voll mit B-Vitaminen und man kann ihn nach seinem eigenen Geschmack mit Kakao oder Obst verfeinern. Hier noch ein Rezept - für einen guten Start in den Tag!


Frühstücksporridge, 2 Portionen:

100gr glutenfreie Vollkorn-Haferflocken mit 400ml Milch oder Wasser (auch Mandelmilch und andere Sorten nach Geschmack) und einer Prise Salz aufkochen und einige Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen, damit er richtig cremig wird. Süßen mit 1 EL Ahornsirup, Rohrzucker oder Honig und nach Lust und Laune verfeinern mit Zimt, Nüssen, Beeren, Bananan, geriebenem Apfel, Mandelmus, ....





*Stellungnahme der DZG zu Hafer:






Quelle: ENeA, DZG

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